Polizeiuniform
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Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht verstehen

Ein richtiger Schutzmann ist an einer Uniform zu erkennen. Wir möchte hier einige Uniformarten und deren Trageweise vorstellen. Da die Seite sich noch im Aufbau befindet, wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

bis 1983 bei der Deutschen Volkspolizei

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Schulterstücke der DVP ab 1983

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VOPO 3

Amtsbezeichnung und Ärmelabzeichen der Polizei (Westberlin) bis 1977

Westberlin
Vopo und Lapo3
Vopo und Lapo2
Vopo und Lapo1
Vopo und Lapo
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Polizeimeister

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Polizeiobermeister

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Polizeihauptmeister

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Polizeikommissar

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Polizeioberkommissar

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Polizeihauptkommissar

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Erster Polizeihauptkommissar

Schulterklappen der Landespolizei - ab 1977 auch in Westberlin

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Wetterjacke der DVP hier in der Ausführung Übergangsperiode. D.h. ohne Webpelzkragen, jedoch mit eingeknöpften Futter.

Felddienstanzug Sommer. Hierbei handelt es sich bereits um ein Entwicklungsmodell, welche u.a. ab 1990 bei der NVA eingeführt werden sollte. Erkennbar dass oberhalb der Oberarmtasche sich eine Schlaufe zur Aufnahme der neuen Dienstgradabzeichen befand.Die im Bild sichtbaren Schulterstücke sind die bei der DVP auf den FDA getragenen und stellen einen Obermeister dar. Teilweise wurden aber auch - insbesondere im Raum Sachsen - die silberfarbenen Schulterstücke getragen. Auf dem Rückenteil befindet sich die Aufschrift POLIZEI. Das Ärmelabzeichen der Polizei Berlin wurde nach der Wende teilweise getragen. Grund der Verwendung der alten Bestände war, dass die damaligen Volkspolizisten und dann übernommenen Polizisten nicht gleichzeitig mit den bei der Polizei Westberlin verwendeten Mehrzweckanzügen ausgestattet werden konnten.  

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1948 bis 1952

Uniformen und Schulterstücke der Deutschen Volkspolizei.

1948-1952
1952-1964

1952 bis 1964

Schulterstücke der Deutschen Volkspolizei. Im Gegensatz zur Nationalen Volksarmee, zeigten einiger Offiziersschulterstücke Abweichungen auf.

1964 bis 1983

Die Offiziersschulterstücke wurden den bei der NVA verwendeten angeglichen.

1964-1983
1983-1990

1983 bis 1990 Schutzpolizei

Die Schulterstücke wurden überarbeitet.

ab Mai 1990 Schutzpolizei

Die Dienstgrade wurden umbezeichnet. Die Dienstgrade Generaloberst und Armeegeneral entfielen. Aus dem Generalmajor wurde der Chefinspekteur und aus dem Generalleutnant der Generalinspekteur,

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Uniform 1958

Trageweise der Uniform im Jahr 1958 bis 1964. Ab 1964 wurden die Tschakos eingezogen und angeblich vernichtet.

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Uniform der Hubschraubereinheiten des MdI. Getragen wurde die Uniform der Transportpolizei - d.h. mit blauer Paspellierung. Offiziere trugen die Schulterstücke der Luftstreitkräfte - d.h. mit hellblauer Tuchunterlage. Gleiches auch für die Kragenspiegel sowie den Effekten an den Schirmmützen. Die Schirmmütze war für die Sommermonate eine s.g. Gestellmütze mit weißem Überzug.

Fehler im Bild: das MSA (Militärsportabzeichen der NVA) wurde nur getragen, wenn es so verliehen wurde. Dies betrifft auch Auszeichnungen welche durch andere Organe/Behörden verliehen wurden.

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Uniform eines Obermeister der VP im Dienstzeig Wasserschutzpolizei. Diese Uniformjacke zeigt Ähnlichkeiten zu Bekleidungsstücken der Volksmarine auf, ist jedoch mit MdI gestempelt. Die Kragenspiegel und Schulterstücke sind von der DVP (Schutzpolizei). Ab 1983 - mit Gültigkeit der neuen Bekleidungsordnung, wurden (sollten) keine goldfarbenden Ankerknöpfe mehr als Befestigung der Schulterstücke benutzt werden. Aber Tradition ist Tradition und so wurden die Ankerknöpfe weiterhin getragen.

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Uniformjacke eines Obermeister der VP im Dienstzeig Wasserschutzpolizei/Hafenpolizei mit Dienstalterswinkel für 20 Jahre. Ab 1983 wurden an den Diensthosen grüne Paspellierungen eingeführt. Diese waren bis dahin nicht vorhanden. Bild unten: Kragenspiegel, Mützenband und Schulterstücke von der VP (Schutz) hier jedoch noch mit den Ankerknöpfen an den Schulterstücken.

 

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ein originales Tschako, wie es bis ca. 1962 getragen wurde. Mit Einführung des DDR Wappen, erfolgte auch an den Tschakos ein Austausch.

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Dienstuniform der Berufsfeuerwehr der DDR.

effekten-fw-1980

Herstellerkodierungen in den Uniformen

Hersteller

08/4031

VEB Zeitzer Lederwaren

08/9658

Weißenfels, W.Kretschmar KG Schuhfabrik

09/2215

VEB Elastik, Gotha - Schuhe/Stiefel

13/4005

VEB Schmöllner Schuhfabrik

14/1678

VEB Lederfabrik Zug, Freiberg in Sachsen

15/2112

VEB Hüte und Mützen, 1020 Berlin

15/2418

VEB Perfekt Berlin

00506006

VEB Kleiderwerke Greifswald, BT Grimmen

07237005

VEB Favorit Taucha, Pouch Werk 2

90010310

VEB Perfekt Berlin

90018793

VEB Müfa Berlin

64/323/4000

3310 Calbe, Roland Mütze

64/974/1102

VEB Elegant Berlin

64/975/4254

Emhage Berlin

303

VEB Burger Bekleidungswerk, 3270 Burg

1802

VEB Burger Bekleidungswerk

1806

VEB Bekleidungswerk Leipzig

1812

VEB Sportboot- und Wetterschutzkleidung Großschönau

1817

VEB Bekleidungswerk Seifhennersdorf

1850

Werk Halle, VEB Burger Bekleidung

1856

VEB Perfekt Berlin

1858

VEB Elstermode, 7904 Elsterwerda

1940

VEB Bekleidungswerke Heiligenstädt

8422

VEB Emhage

9205

PGH “Moderne Linie”, Magdeburg

Anm.: VEB=Volkseigene Betriebe, PGH=Produktionsgenossenschaft  Handwerk

Beachte: Die Kodierungen befinden sich in den meisten Uniformteilen/Ausrüstungsgegenständen (B/A). Die oben aufgeführten Kodierungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Es gibt unterschiedliche Angaben, mit abweichenden Kodierungen. Extraanfertigungen welche “privat” beschafft oder geändert wurde, haben keine Kodierung. Dies betrifft zum Teil auch B/A der Sonderbedarfsträger.

Mütze 3

Schirmmütze (Winter) Wasserschutzpolizei

Hersteller 1855
Kennbuchstabe B = Herstellungsjahr 1972
keine Größenangabe

Schirmmütze Grenztruppen der DDR

1. Angefertigt für Nationale Volksarmee (NVA) als Bedarfsträger. Die GT hatten auch ab 1974 keine eigene Kennung in den B/A
2. Kopfgröße hier 58
3. Hersteller 1856 (VEB Perfekt Berlin)

GT Mütze klein
VP Mütze klein

Schirmmütze Deutsche Volkspolizei

1. Angefertigt für das Ministerium des Innern (die einzelnen Dienstzweige des MdI hatten keine eigene Kennung)
2. Kopfgröße hier 57
3. Hersteller 1856 - VEB Perfekt Berlin
4. “P” = Hergestellt 1986l

Buchstabe

Herstellungsjahr

Buchstabe

Herstellungsjahr

K

1968

I

1982

Z

1969

C

1983

M

1970

H

1984

X

1971

T

1985

B

1972

P

1986

L

1973

L

1987

O

1974

Y

1988

S

1975

N

1989

R

1976

D

1990

A

1977

V

1991

U

1978

W

1992

F

1979

K

1993

E

1980

O

1994

G

1981

M

1995

Bis 1969 wurde die Jahreszahl in die jeweiligen B/A gestempelt und wurden erst dann kodiert. Die Vergabe der Buchstaben war bis 1995 im Vorraus geplant.

Dienstjacke Volkspolizei Farbe grün

1. Bedarfsträger MdI
2. “H” = Herstellungsjahr 1984
3. 1850 = Burger Bekleidungswerke, Werk (BT) Halle

MdI Jacke klein

Neu in unserer Sammlung: Die Uniform eines Reichsbahnoberinspektor

Zur Geschichte:
Am 8. Mai 1945, kapitulierte die Deutsche Wehrmacht bedingungslos. Die Siegermächte teilten Berlin in vier Sektoren. In den Verhandlungen der Siegermächte, wurde die Übereinkunft getroffen, dass die vorhandenen Eisenbahnanlagen in Gesamtberlin unter der Verwaltung der Deutschen Reichsbahn verblieben. Die Deutsche Reichsbahn hatte ihren Sitz in der Sowjetisch besetzten Zone (SBZ) bzw. in der späteren DDR einschl. der Hauptstadt der DDR Berlin. Bis zur Schließung der Grenze zwischen der Hauptstadt der DDR und Berlin (West) am 13. August 1961, absolvierten Angehörige der Transportpolizei, ihren Dienst in Westberlin. Die polizeilichen Rechte beschränkten sich ausnahmslos nur auf die Bahnanlagen wozu auch in Berlin (West) die Berliner S-Bahn gehörte. Unbeschadet der Rechte der Transportpolizei, konnte die Landespolizei von Berlin (West) auf freizugänglichen Bereichen tätig werden.

Im September 1961 wurden die Angehörigen der Transportpolizei aus Berlin (West) abgezogen. An Stelle der Transportpolizei wurde die Bahnpolizei der Deutschen Reichsbahn geschaffen. Mit Angehörigen dieser Bahnpolizei waren ausnahmslos Bürger von Berlin (West) und waren Betriebseisenbahner. Die Uniform und die Amtsbezeichnungen entsprachen den Vorschriften der Deutschen Reichsbahn. Im Gegensatz zur Deutschen Bundesbahn, erfolgte die Fachaufsicht nicht durch eine Bahndirektion, sondern durch das Transportpolizeiamt II am Berliner Nordbahnhof/Invalidenstraße. Dort erfolgte auch die Aus- und Weiterbildung. Dazu reisten die Angehörigen der Bahnpolizei in Zivil über eine Grenzübergangsstelle in die Hauptstadt der DDR ein und wieder raus. Ab 1984 entfiel die Zuständigkeit der Bahnpolizei für die Betriebsanlagen der S-Bahn in Westberlin, da die Deutsche Reichsbahn die Betriebsrechte an den Senat von Berlin (West) übergeben hatte. Die Rechte der Bahnpolizei für die übrigen Bahnanlagen des Reise- und Güterverkehrs blieben davon unberührt. Die Bahnpolizisten trugen keine Schusswaffen. Ausgerüstet mit einem 60 cm langen Schlagstock, einer Führungskette und wenn vorhanden mit einem Diensthund. Als Fahrzeuge wurden der B 1000, Wartburg 353 und in wenigen Fällen Lada (alle mit Westberliner Kennzeichen ) in ziviler Ausführung genutzt.

1990 wurde die Bahnpolizei aufgelöst und zum Teil durch den nunmehr zuständigen Bundesgrenzschutz übernommen.

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Dienstjacke eines Reichsbahnoberinspektors. Die rote Paspel an den Kragenspiegeln sowie die rote Tuchunterlage an den Schulterstücken gehören zum Bereich Betrieb- und Verkehrsdienst der Deutschen Reichsbahn.

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Ärmelabzeichen, welches nur die Bahnpolizisten in Berlin (West) trugen.

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Dienst- bzw. Schirmmütze. Zu beachten ist, dass das Flügelrad in dieser Form erst ab Mitte der achtziger Jahre getragen wurde.

Kopfbedeckungen im Ministerium des Innern der DDR

Mütze VP bearbeitet

Nr.

Bezeichnung

1

Mützendeckel

2

Deckelbiese

3

Buntbiese

4

Mützenkranz

5

Kokarde

6

Mützenschirm

7

Mützenkordel

8

Splintknopf

9

Mützenbund

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Schirmmütze General Schutzpolizei

die Mütze entsprach im Stoff sowie der Biesenfarbe den “normalen” Dienstmützen der Schutzpolizei.
 

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Schirmmütze Wachtmeister
Strafvollzug

Angehörige des SV trugen als Uniformfarbe blau, Biesen und Tuchunterlagen der Schulterklappen/Schulterstücke, der Kragenspiegel (inkl. der Kantillenfüllung), die Mützenkordel (nur bei Wachtmeister), Binder und Pfeifenkordel waren grau
 

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Schirmmütze Wachtmeister
Wasserschutz-/Hafenpolizei

Die Uniformfarbe war blau, ab 1983 mit grüner Biese an der Diensthose. Die Uniform war in einigen Teilen an das Aussehen der Uniformen der Volksmarine angelehnt. Schulterstücke/-klappen, Mützenkordel der WM waren von der Schutzpolizei. An den Dienstblusen befanden sich Ankerknöpfe, gleiches auch für die Splintknöpfe an den Schirmmützen und Schulterstücke
 

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Wintermütze Offiziere
alle Dienstbereiche

die Wachtmeister trugen an Stelle des Mützenkranz aus Blech einen Mützenkranz aus Aluminium.
 

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Schirmmütze Wachtmeister
Berufsfeuerwehr
 

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Schirmmütze Wachtmeister
Transportpolizei
 

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Schirmmütze Wachtmeister/Unterführer
Schutzpolizei/VP-Bereitschaften
 

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Feldmütze Wachtmeister/Unterführer, Offiziere
Berufsfeuerwehr, Strafvollzug, Transportpolizei, Transportpolizei-Kompanien, Wasserschutz-/Hafenpolizei

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Feldmütze Wachtmeister/Unterführer, Offiziere
Schutzpolizei, VP Bereitschaften
 

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Schirmmütze (Gestellmütze) Offizier
Hubschraubereinheiten des MdI
 

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Schirmmütze (Gestellmütze) Wachtmeister
Wasserschutz- und Hafenpolizei
 

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Schirmmütze (Gestellmütze) Wachtmeister
Verkehrspolizei
 

In unserer Sammlung befinden sich nicht nur Uniformmützen aus der ehemaligen DDR, sondern auch Uniformmützen anderer Polizei- und Ordnungsbehörden. Leider ist bei einigen dieser Kopfbedeckungen nur eine grobe Zuordnung möglich. Aber wir arbeiten daran , um auch hier genauere Angaben zu erlangen.

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links im Bild eine Mütze der polnischen Volksarmee. Rechts eine Mütze der polnischen Polizei

Hinweis von Tomasz Ratka

Die Konfederatka (im Polnischen auch rogatywka, Eckenmütze) ist eine traditionelle Mütze der Polen

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Dienstmütze der ungarischen Polizei ca. 1970 bis 1990/91

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Dienstmütze der ungarischen Polizei ab 1991

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Dienstmütze der französischen Polizei

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Dienstmütze der Landespolizei Baden-Württemberg (Wasserschutzpolizei)

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Schirmmütze der Gemeindepolizei in der Slowakei ab 1990

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Dienstmütze der Stadtpolizei Stuttgart

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Schirmmütze der Landespolizei Baden-Württemberg (Schutzpolizei, mittlerer Dienst)

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Dienstmütze der Kantonspolizei Bern
(Schweiz)

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Dienstmütze Winter Landespolizei Baden-Württemberg

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Der Custodian helmet (engl. etwa: „Aufseher-Helm“) ist die typische Kopfbedeckung der britischen Polizei. Er wird vor allem bei Fußstreifen und dann nur von Männern bis zum Rang des Sergeants getragen. Quelle wikipedia

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Dienstmütze Baden-Würtemberg, mittlerer Dienst. Bisher noch keine Zuordnung

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Mao Tse-Tungs Mütze(umgangssprachlich Mao Mütze), wurde/wird in der Volksrepublik China traditionell getragen.

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Einsatzhelm Polizei BW, alte Ausführung

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Einsatzhelm Polizei BW, neue Ausführung

 

 

 

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